Samenbau

Auslese / Auswahl / Selektion

Selektion bezeichnet in der Saatgutvermehrung und in der Pflanzenzüchtung den Prozess der Auswahl der besten Samenträger. Diese Wahl findet nicht nur einmal zum Zeitpunkt der Festlegung, welche Pflanzen zur Samenproduktion dienen sollen, statt. Vielmehr ist die Selektion ein fortlaufender Prozess der Beobachtung für den Samenbauer. So muss er wiederholte Male überprüfen, ob die von ihm gewählten Pflanzen auch in ihrer weiteren Entwicklung noch den Vorstellungen von guten Samenträgern entsprechen.

So kann es vorkommen, dass eine zunächst gute Pflanze plötzlich krank wird, oder umgekehrt, dass eine Pflanze mit zögerlicher Entwicklung plötzlich zu einem potentiellen Samenträger heranwächst.

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Gentechnik

Cis-Genese

Bei der Cis-Genese handelt es sich um einen Gentransfer vom Genom z.B. einer Pflanze in das Genom einer anderen Pflanze, die aber zu derselben Familie, Gattung oder Art gehört. Zum Beispiel wird so in der Hybridzüchtung von Brokkoli-Sorten das Rettich-Gen der cytoplasmatischen männlichen Sterilität (CMS) in das Genom des Brokkoli eingeschleust. Rettich und Brokkoli sind verschiedene Gattungen derselben Familie, nämlich der der Kohlgewächse (Brassicaceae).

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Genetik und Pflanzenzüchtung

Austausch von genetischen Information

Bei der generativen Vermehrung von allogamen Pflanzen kommt es durch die breitflächige Verteilung von Pollen über Wind oder Insekten zwischen den Pflanzen einer Sorte zu einem Austausch von genetischen Informationen.

Bei Pflanzen, bei denen die Befruchtung innerhalb einer Blüte derselben Pflanze stattfindet, sind die männlichen und die weiblichen Information identisch. Somit kommt es nicht zu einem Austausch von genetischen Informationen. Bei vegetativ vermehrten Pflanzen handelt es sich bei den Jungpflanzen um genetisch identische Klone der Mutterpflanze. Auch hier findet kein Austausch von genetischen Informationen statt.

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Nutzpflanzensorten und rechtliche Aspekte

Erhaltungssortenverordnung Die deutsche Erhaltungssorten-Verordnung vom 21. Juli 2009 dient dazu einen legalen Rahmen zu schaffen für die Kultur und das Inverkehrbringen von Saatgut von Erhaltungssorten von Nutzpflanzen. Als Erhaltungssorten gelten solche, die keinem Sortenschutz unterliegen und nicht oder nicht mehr in der Sortenliste oder im europäischen Sortenkatalog eingeschrieben sind[GM1] . Das Ziel der Verordnung ist der Schutz vor fortschreitender genetischer Erosion der Nutzpflanzen durch die Erhaltung von regionalen Sorten ohne besonderen wirtschaftlichen Wert. Weiter führende Links: www.bmelv.de/SharedDocs/Rechtsgrundlagen/E/Erhaltungssortenverordnung.html kulturpflanzen-nutztiervielfalt.org/bericht-vom-5-symposium-kulturpflanzen-und-nutztiervielfalt-26-bis-27-november-2010-königswinter-bei
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Biologie

Ausdauernde Pflanzen / Stauden

Ausdauernde Pflanzen, auch Stauden genannt leben über viele Jahre ohne dabei Samen zu machen und dann abzusterben. Entweder haben sie den Winter überdauernde Stiele, Stämme oder Zweige, die sich ihrer Blätter entledigen oder nicht, oder sie treiben jedes Jahr wieder neu aus ihrem Wurzelstock aus.

Auch ausdauernde Pflanzen bilden Samen und können sich auch über sie vermehren.

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Pflanzenkrankheiten / Unkraut

Bakteriosen
Bakteriosen sind von Bakterien hervor gerufene Krankheiten. Sie bewegen sich in den Pflanzenleitbahnen und verursachen Verstopfungen in ihnen durch Massenvermehrung. Daher vergilben und verbräunen zunächst die Blattadern und erst danach auch die Blattspreiten.

Gegen Bakteriosen gibt es in der Regel keine Mittel zur direkten Bekämpfung. Die beste Vorbeugung besteht in einer sorgsamen Pflanzenhygiene indem befallene Pflanzen oder Pflanzenteile entfernt und beseitigt (nicht kompostiert) werden. Optimale Wachstumsbedingungen und der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln sollten im Normalfall ausreichen um Bakteriosen wirkungsvoll zu bekämpfen.

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Ökologie

Biodiversität
Der Begriff Biodiversität umschreibt die Vielfalt biologischer Systeme, Lebensgemeinschaften und Populationen. Auf der obersten Eben ist damit die Vielfalt unterschiedlicher Biotope (z.B. Hecke, Wald, Trockenrasen, Acker, … usw.) gemeint. Darunter umfasst die Biodiversität die Vielfalt unterschiedlicher Arten, die an Aufbau und Funktionieren eines Biotopes beteiligt sind, also z.B. alle Pflanzen, Bakterien, Pilz- und Tierarten eines Waldtyps oder eines Ackers. Auf der untersten Ebene meint Biodiversität die genetische Vielfalt einer Art oder Kleinart innerhalb einer Population, also z.B. die genetische Variabilität eines Klatschmohnbestandes auf einem Acker.
Der Begriff Biodiversität hat dabei nicht nur quantitativen Charakter (die bloße numerische Aufzählung der verschiedenen Biotope, Arten oder Genotypen) sondern trägt auch die Aussage, dass Diversität immer ein Garant für größere Stabilität von biologischen Systemen ist.
Biodiversität ist in diesem Sinne als Grundlage für Nahrungsketten und Symbiosen zu sehen, die es einem lebendigen System erlauben gut und auf lange Sicht zu funktionieren, d.h. auch möglichst variabel auf sich ändernde Umweltbedingungen zu reagieren.
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